Ergotherapie für Senioren – selbstständig bleiben, so lange es geht

Im Alter kommen oft mehrere Erkrankungen zusammen. Wir helfen älteren Menschen, ihren Alltag weiter selbst zu bewältigen – in der Praxis in Ahlen, zu Hause und im Pflegeheim.

Alle Kassen & privat · Hausbesuche in Ahlen & Beckum · Barrierefrei im Erdgeschoss

Kennen Sie das?

Nach dem Sturz fehlt der Mut

Ihre Mutter traut sich nach einem Sturz nicht mehr allein in die Küche oder unter die Dusche.

Der Alltag wird zum Kraftakt

Anziehen, Einkaufen, Kochen – was früher nebenbei ging, kostet heute Kraft oder klappt nicht mehr allein.

Das Gedächtnis lässt nach

Ihr Vater findet sich in der eigenen Wohnung nicht mehr zurecht, vergisst Termine oder verliert den Faden im Gespräch.

Nach Klinik oder Reha

Nach dem Klinikaufenthalt ist vieles anders. Zu Hause fehlt die Sicherheit, und die Hilfsmittel passen nicht.

In all diesen Situationen kann Ergotherapie helfen – und Angehörige spürbar entlasten.

Diagnosen & Situationen

Wobei wir helfen

Typische Diagnosen und Situationen, mit denen ältere Menschen und ihre Angehörigen zu uns kommen:

Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall oder Parkinson behandeln wir auch gezielt im Fachbereich Neurologie.

Unser Ziel

So viel Selbstständigkeit wie möglich.

Wir möchten, dass ältere Menschen so lange wie möglich ihr eigenes Leben führen können – zu Hause, im vertrauten Umfeld, mit ihren Gewohnheiten. Nicht die Diagnose steht bei uns im Mittelpunkt, sondern das, was im Alltag noch geht und was wieder gehen kann.

Ehrlich gesagt: In der Geriatrie gibt es selten ein festes Enddatum. Wir arbeiten mit kleinen, erreichbaren Zielen und begleiten so lange, wie die Therapie hilft. Jeder erhaltene Schritt zählt.

01
Sich waschen, anziehen und essen
02
Haushalt führen, kochen, einkaufen
03
Kontakte pflegen und Hobbys behalten
04
Sicher stehen, gehen und zu Hause bleiben
Sinnvolles Tun ist der beste Arzt, den uns die Natur gegeben hat.

Galen von Pergamon, Arzt der Antike

So arbeiten wir

Jede Therapie folgt einem individuellen Plan – in der Praxis, bei Ihnen zu Hause oder im Pflegeheim. Diese Bausteine gehören meist dazu:

Alltagstraining

Waschen, Anziehen, Kochen, Einkaufen: Wir üben genau die Handlungen, die zu Hause gebraucht werden.

Hilfsmittel anpassen

Rollator, Duschsitz, Greifhilfe oder Besteck – wir probieren aus, was wirklich hilft, und passen es an.

Hirnleistungstraining

Gedächtnis, Orientierung, Konzentration und Aufmerksamkeit werden gezielt und alltagsnah trainiert.

Bewegung und Gangsicherheit

Mobilisation, Kraft und Gleichgewicht – bei neurologischen Erkrankungen auch nach dem Bobath-Konzept.

Sicheres Zuhause

Wir sehen uns die Wohnung an: Schwellen, Haltegriffe, Toilettensitz – und finden praktische Lösungen.

Angehörige einbeziehen

Wir zeigen Angehörigen und Pflegekräften, wie sie im Alltag richtig unterstützen und sich selbst entlasten.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Montagmorgen mit Frau F.

Frau F. (Name geändert) ist 78 Jahre alt und lebt seit drei Jahren in einem Altenwohnheim. Sie weiß oft nicht, wo sie gerade ist, ihr Kurzzeitgedächtnis bereitet ihr große Mühe. Wegen Arthrose in den Knien kann sie nur kurze Strecken mit Unterstützung gehen.

Montag, 10.30 Uhr: Wir beginnen mit einer Schultermobilisation, um Verspannungen zu lösen, und arbeiten an der Rumpfstabilität. Dann helfe ich ihr beim Aufstehen, und wir gehen langsam ein Stück den Flur entlang. Nach fünf Minuten möchte Frau F. sich setzen – eine Pause mit Mineralwasser, dann zurück ins Zimmer.

Zum Schluss Gedächtnistraining: Vier Gegenstände liegen auf dem Tisch – Schlüssel, Kerze, Stift, Korken. Ich nehme einen weg, und sie sagt mir, welcher fehlt. Zweimal von dreimal gelingt es. Das hebe ich hervor. Diese kurzen Wege und kleinen Erfolge sind wichtig, damit Frau F. so lange wie möglich selbst stehen und gehen kann.

So läuft es ab

In vier Schritten zum ersten Termin.

Der Weg zu uns ist kürzer, als viele denken – und Angehörige dürfen alles für ihre Eltern erledigen.

01Verordnung vom Arzt

Hausarzt, Neurologe oder Orthopäde stellen die Verordnung für Ergotherapie aus. Soll die Therapie zu Hause oder im Heim stattfinden, muss der Hausbesuch darauf vermerkt sein.

Online oder telefonisch – gern auch durch Angehörige. Wir melden uns, sobald wir einen passenden Termin haben.

Wir lernen uns kennen, schauen, was im Alltag schwerfällt, und legen gemeinsam ein erstes, erreichbares Ziel fest.

Eine Sitzung dauert 30 bis 45 Minuten. Wie oft, richtet sich nach Ziel und Belastbarkeit. Angehörige und Pflege beziehen wir ein.

Wo wir behandeln

In der Praxis in Ahlen

Barrierefrei im Erdgeschoss, Behindertenparkplätze direkt am Eingang, ausreichend Parkplätze.

Zu Hause – in Ahlen und Beckum

Wenn der Weg zu weit ist, kommen wir zu Ihnen. Der Hausbesuch muss ärztlich verordnet sein.

Im Pflegeheim

Wir behandeln in Alten- und Pflegeheimen und stimmen uns eng mit der Pflege ab.

Kurz gefragt

Braucht meine Mutter eine Verordnung?

Ja. Jeder Arzt kann Ergotherapie verordnen – meist der Hausarzt. Sie können sich schon jetzt anmelden und die Verordnung nachreichen.

Hilft Ergotherapie auch bei Demenz?

Ja. Wir können den Verlauf nicht aufhalten, aber Fähigkeiten länger erhalten, den Alltag strukturieren und Angehörige entlasten.

Wer bezahlt die Therapie?

Die Krankenkasse. Erwachsene zahlen nur die gesetzliche Zuzahlung: 10 Prozent der Kosten plus 10 Euro je Verordnung. Wer chronisch krank ist, kann sich davon befreien lassen. Privatversicherte rechnen nach ihrem Tarif ab.

Wie schnell bekommen wir einen Termin?

Deutlich schneller als früher: Unser Team ist gewachsen, und wir nehmen wieder neue Patient:innen auf. Je flexibler Ihre Zeiten, desto eher finden wir einen Platz.

Für sich selbst oder für Ihre Eltern – wir sind für Sie da.